Strategische Chance nutzen: Genossenschaftsbanken wollen fusionieren

Die VR Bank Ostholstein Nord – Plön eG und die VR Bank zwischen den Meeren eG (ehem. VR Bank Neumünster eG) sind trotz herausfordernder Rahmenbedingungen wirtschaftlich stabil aufgestellt. Aus dieser Stärke heraus wollen sie ihre Kräfte im Sinne ihrer Genossenschaftsmitglieder und Kunden bündeln. Zu diesem Zweck sind sie in Sondierungsgespräche eingetreten.

Chancen und Herausforderungen gemeinsam meistern

In einer größeren Einheit sind die vielen Herausforderungen, die sich bietenden digitalen Chancen sowie die überbordende Regulatorik besser zu meistern. Dies ist für die Konzentration auf das intensive Kundengeschäft im ländlichen Raum von hoher Bedeutung. Auch wird es einfacher, sich komplexeren und größeren Kreditwünschen zu stellen. Davon profitieren insbesondere die Unternehmer in der Region. Als große Genossenschaftsbank in Schleswig-Holstein wird zudem die Position als attraktiver regionaler Arbeitgeber für qualifizierte Mitarbeiter gestärkt.

„Für uns ist die inhaltliche Verbundenheit beider Häuser der entscheidende Aspekt“, begründet Vorstandssprecher Lars Nissen aus Ostholstein-Plön den strategisch wichtigen Schritt: „Ein vereintes Institut wird insbesondere durch eine breite Vor-Ort-Präsenz die sich bietenden Marktchancen viel besser erkennen, entwickeln und umsetzen können – zum Wohle unserer Kunden und Mitglieder.“

Erlebbare Kundennähe in attraktivem Geschäftsgebiet

Das gemeinsame Geschäftsgebiet des neuen Instituts erstreckt sich entlang und zwischen den zentralen Verkehrsachsen A1 und A7, von Fehmarn im Osten bis nach Hohenwestedt im Westen und von Schönberg an der Kieler Bucht bis nach Kaltenkirchen im Süden.

Durch die bevorstehende feste Fehmarnbeltquerung wird ein dynamisches Wirtschaftswachstum im Kreis Ostholstein erwartet. Die unmittelbar an der A7 gelegene Stadt Neumünster sowie die umliegenden Gemeinden sind Nutznießer ihrer zentralen Lage in Schleswig-Holstein. Während der Kreis Plön von seiner Nähe zur Landeshauptstadt Kiel profitiert, wird der Kreis Segeberg positiv durch die Hansestadt Hamburg beeinflusst.

In allen Regionen bedarf es also einer leistungsfähigen Genossenschaftsbank, deren Stärke und Nähe von den Genossenschaftsmitgliedern und Kunden durch feste Ansprechpartner und schnelle Entscheidungen erlebbar ist. „Von zentraler Bedeutung ist es daher, alle Geschäftsregionen gleichermaßen einzubeziehen“, ergänzt Dirk Dejewski, Vorstand aus Neumünster.

Starke VR Bank im Land zwischen den Meeren entsteht

„Das neue Institut wird unter dem Namen ‚VR Bank zwischen den Meeren eG‘ vieles für ihre Genossenschaftsmitglieder und Kunden möglich machen.“, sind sich die Vorstandsmitglieder Stefan Frahm aus Ostholstein-Plön und Rainer Bouss aus Neumünster einig. Nachdem nun alle Mitarbeiter und Mitgliedervertreter über diesen strategisch wichtigen Schritt informiert wurden, wird das neue Institut in den kommenden Monaten im Detail geplant. Die Mitgliedervertreter beider Genossenschaftsbanken werden in den anstehenden Prozess im Rahmen zahlreicher regionaler Veranstaltungen bestmöglich eingebunden.

Zu benachbarten Genossenschaftsbanken bestehen bisher sehr angenehme Beziehungen. Auch das fusionierte Institut wird diese weiterhin pflegen und steht zukünftigen gemeinsamen Entwicklungen stets positiv gegenüber.

Die vier Vorstände beider VR Banken sind überzeugt, ihre Genossenschaftsmitglieder für die Idee einer starken und zukunftsfähigen Genossenschaftsbank zu gewinnen: „Denn die gemeinsame Vision einer kundenorientierten sowie effizient arbeitenden ‚VR Bank zwischen den Meeren eG‘ und das kulturelle Selbstverständnis helfen sehr, an einem Strang zu ziehen.“

Bei den im Mai des nächsten Jahres anstehenden Versammlungen werden die Mitgliedervertreter beider Häuser mit ihren Voten über den geplanten Zusammenschluss abstimmen. Die ‚VR Bank zwischen den Meeren eG‘ würde gut 420 Mitarbeiter beschäftigen sowie rund 52.000 Genossenschaftsmitglieder und 117.000 Kunden betreuen. Mit einer Bilanzsumme von rund 3,5 Mrd. Euro gehört sie dann zu den führenden Genossenschaftsbanken Schleswig-Holsteins.