Starkes Jahresergebnis der VR Bank Ostholstein Nord - Plön eG

Mitglieder werden am Unternehmenserfolg beteiligt

Vor dem Hintergrund herausfordernder Rahmenbedingungen blickt die VR Bank Ostholstein Nord - Plön eG auf ein ausgesprochen erfolgreiches Geschäftsjahr. In 2019 konnten die Kundenkredite um 5,3 % auf 1,135 Mrd. Euro gesteigert werden. Bei den Kundeneinlagen verzeichnet die VR Bank sogar Zuwächse von 9,4 % auf nun 1,239 Mrd. Euro. Die Bilanzsumme wuchs um rund 109 Mio. Euro auf 1,708 Mrd. Euro. Das Jahresergebnis vor Steuern liegt mit 23,8 Mio. Euro bei starken 1,39 % der Bilanzsumme. Für die knapp 29.400 Mitglieder wird eine Dividende in Höhe von 6,5 % der Vertreterversammlung vorgeschlagen.

Rahmenbedingungen

Die zahlreichen Krisenherde belasteten die Wirtschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr und hemmten das Wachstum weltweit. So lagen die Wachstumsraten des Bruttoinlandsproduktes mit 1,2 % in der EU und 0,6 % in Deutschland unter denen der Vorjahre. Auch die Stimmung der heimischen Wirtschaft hatte sich im Jahresverlauf eingetrübt, wie man am IHK-Konjunkturklimaindex ablesen konnte, hellte sich zum Jahresende jedoch wieder auf. Die Investitionen der Unternehmen im Geschäftsgebiet der VR Bank bewegten sich auf einem guten Niveau. Am Zinsniveau hat sich wenig geändert. Aufgrund der niedrigen Inflations- und geringen Wachstumsraten ist mit einem baldigen Zinsanstieg weiterhin nicht zu rechnen. Die nun seit mehr als zehn Jahren andauernde Niedrigzinsphase belastet mit jedem weiteren Jahr die Ertragskraft der VR Bank.

Geldanlage

„Mit einem Einlagenwachstum von 9,4 % auf 1,239 Mrd. Euro konnten wir erneut einen hohen Zufluss an Kundengeldern verzeichnen. Noch größer und umso erfreulicher waren die Zuwächse bei unseren Partnern der Genossenschaftlichen FinanzGruppe mit 12,8 %,“ berichtet Vorstandssprecher Lars Nissen, u. a. verantwortlich für das Privat- und Firmenkundengeschäft. Mit Geldanlagen und Sparplänen, vornehmlich in Investmentfonds der Union Investment und fondsgebundene Lebensversicherungen der R+V-Versicherung konnte die VR Bank attraktive Alternativen anbieten, die bei den Kunden positiven Zuspruch fanden. Auch nachhaltige Geldanlagen rückten zunehmend in den Fokus der Kunden. Hier hat sich der Bestand auf 21 Mio. Euro fast verdoppelt. Im Ergebnis wuchsen die von der VR Bank betreuten Kundengelder in 2019 um 10,4 % auf 1,793 Mrd. Euro an.

Investitionen und Hausfinanzierungen

Als Partner der heimischen Wirtschaft begleitet die VR Bank Unternehmen und Selbstständige aus allen Branchen bei ihren zahlreichen Investitionsvorhaben. Im Agrarbereich lagen diese in etwa auf Vorjahresniveau. Die Kredite im Gastgewerbe wuchsen im Zuge des florierenden Tourismus um 6 %, die Kreditnachfrage der im Grundstücks- und Wohnungswesen investierten Firmenkunden stieg sogar um 9 %. „Das Interesse an ,Betongold‘ ist ungebrochen. Der Traum von den eigenen vier Wänden stand in 2019 auch bei unseren Privatkunden im Vordergrund,“ erläutert Lars Nissen. Die starke Nachfrage nach Hausfinanzierungen führte zu einem Plus von 55 % im Vergleich zum Vorjahr. Mit einem Neukreditvolumen von insgesamt 263,8 Mio. Euro war die VR Bank auch im abgelaufenen Jahr ein verlässlicher Partner in allen Finanzierungsfragen. Das bilanzielle Kreditvolumen wuchs um 5,3 % auf 1,135 Mrd. Euro. Unter Berücksichtigung der Vermittlungen an die Partner der Genossenschaftlichen FinanzGruppe erreichten die betreuten Kredite zum Jahresende 2019 eine Höhe von 1,407 Mrd. Euro.

Mehr Kunden und Mitglieder

Neben den gut 62.000 Bestandskunden schenkten mehr als 2.170 neue Kunden der VR Bank ihr Vertrauen. Für die Partner der Genossenschaftlichen FinanzGruppe konnten gut 2.600 Neukunden gewonnen werden. Zudem wurden mehr als 2.630 neue Girokonten eröffnet. Knapp 29.400 Mitglieder sind bereits Eigentümer der VR Bank. Allein im letzten Jahr sind 1.870 neue Mitglieder hinzugekommen. Als angemessene Beteiligung der Mitglieder am Unternehmenserfolg werden Vorstand und Aufsichtsrat der Vertreterversammlung erneut eine Dividendenausschüttung in Höhe von 6,5 % vorschlagen.

Nachhaltigkeit und Spenden

„Die Basis unseres genossenschaftlichen Geschäftsmodells ist qua Rechtsform nachhaltig auf die Förderung der Wirtschaft unserer Mitglieder ausgerichtet,“ unterstreicht Vorstand Stefan Frahm.  Zusätzlich zu diesem Aspekt wurden beispielsweise neben dem Angebot nachhaltiger Geldanlagen für Kunden auch die Eigenanlagen der Bank bereits zu gut einem Drittel in nachhaltige Emittenten investiert. Auch die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung ist der VR Bank wichtig. Mit mehr als 167 Tsd. Euro wurden in 2019 Vereine und Verbände in den Kreisen Ostholstein und Plön gefördert. Über die Bürgerstiftung im Kreis Plön unterstützte sie weitere Projekte. Einen hohen Stellenwert nehmen zudem die Mitarbeiter ein, die sich in sozialen, gemeinnützigen oder wirtschaftsfördernden Vereinen und Institutionen ehrenamtlich vor Ort engagieren.

Ergebnisentwicklung

„Die guten Zuwachsraten in nahezu allen Bereichen dokumentieren eindrucksvoll unsere bedarfsgerechten Lösungen und das in unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesetzte hohe Vertrauen,“ schlussfolgert das Vorstandsduo. Dadurch konnten die Erträge im zinstragenden Geschäft um 6 % auf 33,8 Mio. Euro sowie im Dienstleistungs- und Vermittlungsgeschäft um 5,2 % auf 12,1 Mio. Euro ausgebaut werden. Das gute Zinsergebnis wurde zudem durch eine erhöhte Ausschüttung aus den Eigenanlagen zur zusätzlichen Eigenkapitalstärkung in Höhe von 3 Mio. Euro begünstigt.

Die Entwicklung auf der Kostenseite verlief planmäßig stabil. Die Verwaltungskosten stiegen nur um 2,2 % auf 27,7 Mio. Euro. Auch in 2019 wurde die natürliche Fluktuation genutzt, um Prozesse zu digitalisieren sowie im Kundeninteresse zu beschleunigen. Durch zahlreiche interne Projekte und Maßnahmen, unter aktiver Einbindung der Mitarbeiter, konnten der vertriebliche Erfolg gesteigert und die Produktivität erhöht werden. „Wir erhalten uns damit unsere Wettbewerbsfähigkeit,“ erklärt Stefan Frahm, vorstandsseitig u. a. für den Personalbereich und die Betriebsorganisation verantwortlich.

Das Jahresergebnis in Höhe von 23,8 Mio. Euro ist mit einem Plus von 35,2 % außerordentlich gut ausgefallen. Begünstigt wurde dies auch durch ein positives Bewertungsergebnis aus den Eigenanlagen und dem Kreditgeschäft. Um den verschärften Anforderungen der Bankenaufsicht zu genügen und auch zukünftig als verlässlicher Partner Kredite vergeben zu können, wurde die überdurchschnittliche Ertragslage zur Stärkung der Eigenmittel in Höhe von 17,3 Mio. Euro genutzt.

„Alles in allem sind wir mit dem Geschäftsverlauf sehr zufrieden. Dies haben wir in erster Linie unserer motivierten und qualifizierten Mannschaft zu verdanken, die die eingeleiteten Veränderungen positiv mit gelebter Kundennähe begleitet. Die Abhängigkeit von den Kapitalmärkten ist über die Jahre allerdings auch gestiegen und so können wir die guten Ergebnisse natürlich nicht einfach in die Zukunft fortschreiben,“ resümieren Lars Nissen und Stefan Frahm abschließend.