VR Bank stellt erfolgreichen Jahresabschluss 2016 vor

Gute Wachstumsraten mit leicht abgeschwächtem Ergebnis

Das Jahr 2016 konnte die VR Bank Ostholstein Nord - Plön eG mit einem guten, leicht unter dem Vorjahr liegenden Ergebnis in Höhe von 13,08 Mio. Euro abschließen. „Wir sind mit dem erreichten Ergebnis insgesamt sehr zufrieden“, fasste Vorstandssprecher Klaus Treimer den Jahresabschluss 2016 auf der Vertreterversammlung in Weissenhäuser Strand zusammen. Dies gelte insbesondere bei diesem herausfordernden Umfeld mit weiter sehr niedrigen Zinsen. Das stabile Ergebnis konnte wie in den Vorjahren durch gute Wachstumsraten erreicht werden. Vorstand und Aufsichtsrat schlugen somit der Vertreterversammlung wieder eine Dividende von 6,5% auf die Geschäftsguthaben vor. „Neben einer soliden Dividende für unsere Mitglieder konnten wir wiederum aus dem Ergebnis das Eigenkapital zur Verbesserung unserer Zukunftsfähigkeit stärken“, erläutert Klaus Treimer weiter. „Außerdem leisten wir mit gut 6,0 Mio. Euro Steuern auch hier einen entsprechenden Beitrag.“


Das Kreditgeschäft konnte die VR Bank um 6,1 % auf 957,7 Mio. Euro steigern. Es wurden deutlich über 200 Mio. Euro neue Kredite vergeben. Die Kredite konnten wiederum durch ebenso guten Einlagenzuwachs (+6,3 % auf 977 Mio. Euro) finanziert werden. Damit konnte das Zinsergebnis mit 32,1 Mio. Euro auf Vorjahresniveau gehalten werden. Der Durchschnittszins der Kredite lag nochmals deutlich unter dem Vorjahr. Dadurch sank das Zinsergebnis im Verhältnis zur Bilanzsumme leicht auf 2,35 % (Vorjahr 2,43 %).


Während die Kreditnachfrage, insbesondere für gewerblich-landwirtschaftliche Kredite und Baufinanzierungen auf längere Zinsbindungen ausgerichtet ist, ist der weit überwiegende Teil der Kundeneinlagen sehr kurzfristig, meist in Form von Tagesgeld angelegt. Diese Entwicklung ist auch ein Ergebnis der anhaltend niedrigen Zinsen.


Mit qualifizierter Beratung gelang es der Bank, ein Provisionsergebnis von 10,3 Mio. Euro auf Vorjahresniveau zu erzielen. Hintergrund waren stabile Erträge im Zahlungsverkehr und aus Vermittlungsgeschäften für Bausparen, Wertpapiere, Versicherungen und Immobilien.
 „Das anhaltende Niedrigzinsumfeld belastet die Bank weiter. Die Erträge aus Krediten und anderen Anlagen schwinden und der damit verbundene Kostendruck beschäftigt uns.“, so Klaus Treimer weiter. „Ein kritischer Blick auf die Kosten bleibt nicht aus. Zudem investieren wir enorm in unsere digitalen Lösungen, die vom Markt einfach gefordert werden.“ Per Saldo konnten die  Verwaltungskosten mit 27,0 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die Bank konzentriert sich nach der Neustrukturierung ihrer Bankstellen auf 13 beratungs-  und serviceintensive Standorte und sieht sich so für die Zukunft gut aufgestellt.


Die VR Bank geht für das kommende Jahr weiter von anhaltend niedrigen Zinsen aus. „Das Umfeld für die Finanzierung von Vorhaben bleibt günstig“, so Klaus Treimer. „In Geldanlagen raten wir zur Erarbeitung einer persönlichen Anlagestrategie, um unter Beachtung von Chancen und Risiken die Vermögenswerte optimal zu streuen und bessere Renditen zu erzielen.“ Deutlich höhere Zinsen erwarten wir in den kommenden ein bis zwei Jahren nicht.


In dem derzeitig wirtschaftlich soliden Umfeld plant die VR Bank für 2017 mit einer sich normalisierenden Kreditnachfrage und vorsichtigen Zuwachsraten. Der Vorstand hofft, dass gravierende politische Einflüsse ausbleiben. Vor diesem Hintergrund geht die Bank auch 2017 von einer stabilen Entwicklung aus.


Für Claus-Hartwig Kölln und Kay Wittich endete jetzt nach jeweils fast 20 Jahren die ehrenamtliche Tätigkeit  im Aufsichtsrat der Bank. Auf der Versammlung wurden sie vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates Dr. Eckhard Boll mit der Ehrennadel in Silber des deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes geehrt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates Gerd Achterberg und Hanno Höper wurden wiederum in ihren Ämtern bestätigt. Des Weiteren beschloss die Versammlung die Änderung der Wahlordnung für die Vertreterwahl im kommenden Jahr.


Die VR Bank vereint wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlich verantwortlichem Handeln. „Wir sind uns unserer regionalen Verantwortung gerade auch im Hinblick auf die genossenschaftliche Grundidee Hilfe zur Selbsthilfe bewusst. So unterstützen wir regelmäßig unsere Vereine und gemeinnützigen Einrichtungen“, erläutert Klaus Treimer. Die VR Bank hat im vergangenen Jahr rund 200 lokale Institutionen nicht nur mit über 130 Tsd. Euro unterstützt, es engagieren sich zudem viele Mitarbeiter selbst vor Ort in Vereinen und Verbänden.


Außerdem zeigt die VR Bank mit einer hohen Ausbildungsquote von ca. 10 Prozent regionale Verantwortung und schafft Perspektiven für junge Menschen in der Region.