VR Bank stellt erfolgreichen Jahresabschluss 2016 vor

Gute Wachstumsraten mit leicht abgeschwächtem Ergebnis

Das Jahr 2016 konnte die VR Bank Ostholstein Nord - Plön eG mit einem guten, leicht unter dem Vorjahr liegenden Ergebnis in Höhe von 13,08 Mio. Euro abschließen. „Wir sind mit dem erreichten Ergebnis insbesondere in diesem herausfordernden Umfeld insgesamt zufrieden“, fasste Vorstandssprecher Klaus Treimer den Jahresabschluss 2016 auf der Bilanzpressekonferenz zusammen. Das Ergebnis konnte wie in Vorjahren nur durch gute Wachstumsraten erreicht werden. „Vorstand und Aufsichtsrat werden der Vertreterversammlung im Juli wieder eine Dividende von 6,5% auf die Geschäftsguthaben vorschlagen. Aus dem Ergebnis kann wiederum das Eigenkapital zur Verbesserung unserer Zukunftsfähigkeit gestärkt werden“, erläutert Klaus Treimer weiter.

Das Kreditgeschäft konnte die VR Bank um 6,1 % auf 957,7 Mio. Euro steigern. Es wurden deutlich über 200 Mio. Euro neue Kredite vergeben. Die Kredite konnten wiederum durch ebenso guten Einlagenzuwachs (+6,35 % auf 977 Mio. Euro) finanziert werden. Damit konnte das Zinsergebnis mit 32,1 Mio. Euro auf Vorjahresniveau gehalten werden. Der Durchschnittszins der Kredite lag nochmals deutlich unter dem Vorjahr. Dadurch sank das Zinsergebnis im Verhältnis zur Bilanzsumme leicht auf 2,35 % (Vorjahr 2,43 %).

Während die Kreditnachfrage, insbesondere für gewerblich-landwirtschaftliche Kredite und Baufinanzierungen auf längere Zinsbindungen ausgerichtet ist, ist der weit überwiegende Teil der Kundeneinlagen sehr kurzfristig, meist auf Tagesgeld angelegt.

„Über unsere kundenorientierte Beratung gelang es uns, ein Provisionsergebnis von 10,3 Mio. Euro auf Vorjahresniveau zu erzielen“, wie Vorstandsmitglied Lars Nissen darstellte. „Hintergrund waren stabile Erträge im Zahlungsverkehr und in Vermittlungsgeschäften für Bausparen, Wertpapiere, Versicherungen und Immobilien. Diese Bereiche wird die Bank weiterhin intensiv in ihre Kundenberatung einbinden, um das weiter absinkende Zinsergebnis aufzufangen.“

„Das anhaltende Niedrigzinsumfeld und die herausfordernde Lage werden uns auch im kommenden Jahr beschäftigen. Zudem investieren wir enorm in unsere digitalen Lösungen, die vom Markt einfach gefordert werden“, gibt Vorstandsmitglied Stefan Frahm einen Ausblick auf 2017. „Aber ein kritischer Blick auf die Kostenstruktur bleibt nicht aus.“ Per Saldo konnten die Verwaltungskosten mit 27 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau gehalten werden. Dies wurde einerseits durch die Optimierung der internen Prozesse bei gestiegener Qualität in der Beratung und andererseits durch einen allerdings geringen sozialverträglichen Stellenabbau ermöglicht.

Mit Schließung von fünf kleinen, immer weniger frequentierten Bankstellen im Frühjahr diesen Jahres und der Konzentration auf 13 beratungs- und serviceintensive Standorte sieht sich das Kreditinstitut für die Zukunft gut aufgestellt. „Wir haben diese Neuausrichtung gemeinsam mit dem Vorstand in vielen Sitzungen ausführlich analysiert und bewertet. Mit diesem Bankstellenkonzept sehen wir uns gut und zukunftsfähig aufgestellt“, ergänzt Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Eckhard Boll.

Im Frühjahr stehe eine weitere Veränderung in der VR Bank an, berichtet Stefan Frahm: „Neben der wachsenden Regulatorik beschäftigt uns die im April diesen Jahres anstehende Umstellung unseres internen IT-Systems. Am Umstellungswochenende vom 07. bis 10. April 2017 wird es zu Einschränkungen im Online-Banking, an Geldautomaten und bei Kartenzahlungen kommen. Wir möchten hierfür um das Verständnis unserer Kunden bitten.“ Weitere Informationen zu diesem Thema finden Kunden rechtzeitig vor dem Umstellungswochenende in den Geschäftsstellen und auf der Internetseite www.meine-vrbank.de/update.

Die VR Bank geht für das kommende Jahr weiter von anhaltend niedrigen Zinsen aus. „Das Umfeld für die Finanzierung von Vorhaben bleibt günstig“, so Klaus Treimer. „In Geldanlagen raten wir zu einer umfassenden Erarbeitung einer persönlichen Anlagestrategie, um unter Beachtung von Chancen und Risiken möglichst die Vermögenswerte vernünftig zu streuen und bessere Renditen zu erzielen.“

In dem derzeitig wirtschaftlich soliden Umfeld plant die VR Bank für 2017 mit einer sich normalisierenden Kreditnachfrage und vorsichtigen Zuwachsraten. Der Vorstand hofft, dass gravierende politische Einflüsse ausbleiben. „Vor diesem Hintergrund gehen wir auch 2017 von einer stabilen Entwicklung unserer Bank aus“, fasst Lars Nissen zusammen. „Der Druck auf die Zinserträge bleibt, wir müssen weiter auch auf unsere Kosten achten.“

Der Vorstand der VR Bank gemeinsam mit dem Aufsichtsratvorsitzenden Dr. Eckhard Boll (2. v.r.)
Der Vorstand der VR Bank gemeinsam mit dem Aufsichtsratvorsitzenden Dr. Eckhard Boll (2. v.r.)