VR Bank zahlt 6,5% Dividende an seine Mitglieder

Vorstand und Aufsichtsrat präsentieren auf Vertreterversammlung positive Jahresbilanz 2014

Überdurchschnittliches Wachstum bei Krediten und gutes Betriebsergebnis.

Die VR Bank verzeichnet ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014. Die Kundeneinlagen konnten um 4,0 Prozent auf 832 Mio. Euro gesteigert werden. Bei den Kundenkrediten verzeichnet die Bank Zuwächse von 80 Mio. Euro (10,8 Prozent) auf nun 820 Mio. Euro. Die gesamte Bilanzsumme wuchs um rund 90 Mio. Euro auf 1,217 Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis mit 13,0 Mio. Euro liegt bei 1,05 Prozent der Bilanzsumme.

Von Kreditklemme keine Spur

Die niedrigen Zinsen haben für eine ungebrochene Nachfrage bei Krediten gesorgt. Der Trend des Wachstums konzentrierte sich auf langfristige Kredite. Das Kreditvolumen hat sich um 10,8 Prozent auf 820 Mio. Euro erhöht. „Wir begleiten unsere Kunden erfolgreich bei ihren Investitionen, eine Kreditklemme gibt es bei uns nicht“, stellt Klaus Treimer, Vorstandssprecher der VR Bank fest. „Die weiterhin anhaltend niedrigen Zinsen in 2014 waren Grundlage hoher Investitionsbereitschaft unserer Kunden in allen Wirtschaftszweigen. Die touristischen Bereiche sowie auch die privaten Baufinanzierungen sind hier hervorzuheben. Individuelle Finanzierungskonzepte unter Einbindung von Förderkrediten und Lösungen unserer Verbundpartner bilden die Grundlage für über 3.000 neue Kreditzusagen.“

Ungebrochener Trend zu kurzfristigen Anlagen

Das Wachstum der Kundeneinlagen wurde erneut durch die Giroeinlagen und Tagesgelder getragen. Der Trend zu kurzfristigen Anlagen hat auch in 2014 angehalten. „Wir stehen mit unserer Genossenschaftlichen Beratung für Nachhaltigkeit und Transparenz. Die Nähe zu unseren Kunden hilft uns, deren Wünsche besser umzusetzen. Dabei stellen wir fest, dass unseren Kunden sichere Geldanlagen immer noch wichtiger sind als risikoorientierte Anlageformen“, so Klaus Treimer. Dennoch wird die niedrige Inflationsrate durch die laufende Verzinsung bei kurzfristigen Anlagen nicht gedeckt und nur eine vernünftige Anlagestrategie sichert grundsätzlich bessere Gesamtrenditen. Bei einer Beimischung von z.B. Aktienfonds hätte man deren Wertentwicklung von bis zu 20 Prozent bei entsprechender Risikobereitschaft mitnehmen können.

Hohe Stabilität dank guter Eigenkapitalbasis

Das Eigenkapital konnte weiter ausgebaut werden und nahm um 6,5 Prozent auf 126 Mio. Euro zu. Das Eigenkapital ist Basis, um den VR Bank-Kunden auch künftig die gewünschten Finanzierungslösungen zur Verfügung stellen zu können. Die Anforderungen für Basel III werden von der VR Bank bereits seit Jahren erfüllt. „Eine neue aufsichtsrechtliche Anforderung zur Eigenkapital-Planung zeigt, dass die VR Bank für die kommenden Jahre gerüstet  ist, auch wenn die EZB die Zügel deutlich anzieht.“, so Klaus Treimer. Dies sind gute Voraussetzungen für die Versorgung der mittelständischen Wirtschaft mit Krediten und damit für die künftige Entwicklung der Kreise Ostholstein und Plön. Dank kurzer Entscheidungswege, der Nähe zu den Kunden und der Kenntnis regionaler Besonderheiten können schnelle Kreditentscheidungen getroffen werden. Die Zahl der Mitglieder – alle Miteigentümer der VR Bank – stieg kontinuierlich auf knapp 28.000 zum Jahresende. Sie alle profitieren von der genossenschaftlichen Mitgliederförderung und erhalten durch Beschluss der Vertreterversammlung eine Dividende von 6,5 Prozent auf ihr Geschäftsguthaben.

Genossenschaftliche Beratung - Ein Erfolgsmodell

Die Einführung der Genossenschaftlichen Beratung im Privatkunden-Bereich im letzten Jahr als Weiterentwicklung des VR-FinanzPlan hat viele positive Reaktionen der Kunden hervorgerufen. Klaus Treimer berichtet: „Die digitale Unterstützung der Beratung sorgt für eine umfassende und übersichtliche Transparenz bei unseren Kunden, insbesondere bei den Themen Geldanlage und Finanzierung sowie Vorsorge und Absicherung.“ Die Qualität der Beratung konnte durch dieses Instrument nochmals nachhaltig gesteigert werden, um unter Berücksichtigung der Ziele und Wünsche des Kunden individuelle Lösungen zu erarbeiten.

Unterstützt wird die VR Bank hierbei auch durch die Unternehmen der Genossenschaftlichen Finanzgruppe. „Wir garantieren eine hohe Leistungsfähigkeit in allen Bereichen der Finanzdienstleistungen. Mit unseren Verbundpartnern bieten wir Lösungen aus einer Hand.“, erläutert Klaus Treimer. Die Partner der VR Bank sind dabei die R+V Versicherung, die Bausparkasse Schwäbisch-Hall (BSH), die Fondsgesellschaft Union Investment und die Teambank mit ihrem Kreditprodukt easyCredit, sowie auch die DZ Bank AG für das direkte Wertpapieranlage-, Zahlungsverkehrs- und Auslandsgeschäft.

Ausblick

Die Entwicklungen in und um den Euroraum beunruhigen auch die Finanzmärkte. Nach leichten Zinssteigerungen der letzten Wochen erwartet die VR Bank ein weiter anhaltend niedriges Zinsniveau. „Sinkende Zinsmargen und Druck auch auf unser Provisionsergebnis machen für uns den Blick auf die Kostenentwicklung weiter unerlässlich“, machte Treimer die Entwicklung deutlich. „Wir wollen und werden unseren Kunden auch künftig faire Preise bieten.“ Der Prozess der europäischen Bankenregulierung wird auch über 2015 hinaus anhalten und die Bank weiter fordern. Die VR Bank ist dafür aber gut aufgestellt. „Schnelllebige Entwicklungen durch Demographie und Digitalisierung im Besonderen werden weitere Veränderungen auslösen, auf die wir sicher passende Antworten finden werden.“, so Klaus Treimer.

Gesellschaftliches Engagement

Die gute Vernetzung in der Region zeigt sich im starken Engagement der VR Bank. So wurden soziale Projekte verschiedenster Bereiche in den Kreisen Ostholstein und Plön mit mehr als 100 Tsd. Euro unterstützt. Auch die Mitarbeiter selbst engagieren sich in sozialen, caritativen oder wirtschaftsfördernden Vereinen und Institutionen.

Aufsichtsratsvorsitzender verabschiedet

Während die Mitglieder des Aufsichtsrates Hans-Richard Bern, Dr. Eckhard Boll, Markus Schnoor und Claus-Henning von Rhade in ihren Ämtern bestätigt wurden, war es für Hinrich Köhlbrandt die letzte offizielle Vertreterversammlung. Nach 25 Jahren Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der Bank und 10 Jahren Vorsitz scheidet er satzungsbedingt aus. Für den Aufsichtsrat und Vorstand sowie im Namen der Mitglieder und Kunden dankte der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates, Dr. Eckhard Boll, ihm für seinen langjährigen Einsatz  und besonders seine integrative Leistung gerade in den Fusionsprozessen. Die Laudatio hielt Edgar Schneider, Mitglied des Vorstandes des Genossenschaftsverbandes e.V. und rückte dabei neben der imposanten Entwicklung der VR Bank die hohe Bedeutung der genossenschaftlichen Werte und der besonderen Aufgabe und Verantwortung des Ehrenamtes hervor. Dies hat Hinrich Köhlbrandt 25 Jahre intensiv und diesen Idealen verpflichtet verkörpert und sich immer wieder für alle kundenbezogenen und bankinternen Fragen vorbildlich und lösungsorientiert engagiert. Für sein Wirken wurde Hinrich Köhlbrandt mit der Ehrennadel in Gold des Genossenschaftsverbandes ausgezeichnet.